fgp-blog

19. September 2007

US-Wirtschaft: Greenspan im Kreuzfeuer

Leerstand - selbst auf der Market Street in SF

Seit dem der „Finanzguru“ (und frühere US-Noten- bankchef) Alan Greenspan in seinem Buch Negatives zur Wirtschaftspolitik der Bush-Regierung sagt, wird er in den Medien der USA kritisch beäugt – dabei erwähnt man beiläufig seine 21 Jahre jüngere Partnerin. Das bedeutet, man hinterfragt kritisch die Seriosität von Greenspan, also nicht mit ganz feinen Methoden.

Im Kern geht es um die aktuelle Finanzkrise in den USA, in der tausende Familien ihr Haus verloren haben, und man wirft auch kritische Fragen gegenüber Greenspan auf. Greenspan war immer ein konservativer Anhänger niedriger Steuern, in Verbindung mit einer Senkung der Ausgaben. Unter Bush erreichte das US-Haushaltsdefizit jedoch neue Rekordhöhen. Seit Beginn seiner ersten Amtszeit hatte Bush die Steuern gesenkt, was seine Gegner als Geschenk an die Reichen kritisierten, während die Regierung das als Schutzmaßnahme gegen eine Rezession nach dem 11. September 2001 rechtfertigte. Ein bisschen verlogen bleiben die Debatten hier auch weiter. Allen Finanzproblemen zum Trotz wird im US-TV lustig weiter mit unseriösen Krediten geworben, bei denen man mit der Ratenzahlung z. B. erst nach drei Jahren beginnen muss. Diese Kreditvergabe mit erst gar keinen oder niedrigen Lockzinsen gilt als eine der Ursachen, wie Familien den Überblick verloren haben und später horrende Zinsen nicht mehr bezahlen konnten.

Labels:

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Abonnieren Kommentare zum Post [Atom]



<< Startseite